Wie inszenierst du die Krähe?
Die Krähe wird von sechs Schauspieler*innen gespielt. Sie ist eine Figur, aber gleichzeitig auch ein Zustand. Sie zieht in diese Wohnung ein und ist überall. Wir verwenden auf der Bühne 1 die Drehbühne, auf der die Wohnung viermal komplett gleich aufgebaut ist. Das heißt, die Figuren können der Krähe, diesem Zustand, nicht entkommen. Wenn man versucht, durch eine Tür zu verschwinden, landet man immer wieder in der Wohnung.
Warum hat sich der Autor Max Porter ausgerechnet für eine Krähe als Tier entschieden?
Die Krähe hat einerseits eine sehr mystische, dunkle, mit dem Tod verbundene Bedeutung. Andererseits schreibt der Vater an einem Buch, das auf einem realen Gedichtband namens "Crow" basiert. Wenn man so möchte, entwächst die Krähe also aus seinem Schreiben, gepaart mit der tiefen Trauer, die der Vater verspürt.