Rassismus und rechte Gewalt | Kontinuitäten rechten Terrors in München
Im Anschluss an einzelne Aufführungen der Inszenierung "Offene Wunde" findet in Kooperation mit der städtischen Fachstelle für Demokratie die Diskussionsreihe "Rassismus und rechte Gewalt" statt. Sie richtet sich sowohl an das Publikum des Stücks als auch an alle Interessierten.
In der zweiten Ausgabe der Reihe beleuchten die Expert*innen für Rechtsextremismus Robert Andreasch und Heike Kleffner, wie sich in München seit über 100 Jahren rechtsterroristische Attentate aneinanderreihen. So steht das Attentat am OEZ in einer Reihe mit Morden der Wehrsportgruppe Hoffmann, dem Oktoberfestattentat und den Morden des NSU. Um diese Kontinuitäten zu verstehen, gilt es, die Verbindungen rechter Netzwerke und ihrer Ideologie genauer zu betrachten. Die Offensichtlichkeit dieser Zusammenhänge wurde allerdings lange von den Behörden unberücksichtigt gelassen, sodass es in diesem Gespräch auch um das Ringen nach politischer Anerkennung und öffentlicher Aufmerksamkeit geht.
Mit Heike Kleffner und Robert Andreasch, Moderation: Bayerischer Rundfunk
Heike Kleffner ist freie Journalistin und schreibt für die taz, Zeit Online und den Tagesspiegel. Außerdem ist sie Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Beratungsstellen für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.
Robert Andreasch ist Experte für Rechtsextremismus und Mitarbeiter des gemeinnützigen Vereins a.i.d.a. (Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e.V.)